ICH-orientierte Traumaintegration

ICH-orientierte Traumaintegration

Vieleicht fällt es Dir schwer, Deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen oder Grenzen zu setzen. Vielleicht wünschst Du Dir Nähe und merkst gleichzeitig, wieviel Unsicherheit sie in Dir auslöst. Oder Du bist oft für andere da und verlierst dabei den Kontakt zu Dir selbst.

In meiner Begleitung darfst Du Dich mit dem zeigen, was Dich gerade bewegt und beschäftigt. Wir nehmen uns Zeit, Dein Erleben zu verstehen und Deine Verbindung zu Dir selbst zu stärken. Dein Anliegen und Dein Tempo geben dabei die Richtung vor.

 

Mit Dir selbst in Verbindung kommen

Im Mittelpunkt der ICH-orientierten Traumaintegration steht die Beziehung zu Deinem eigenen ICH. Damit meine ich den Kontakt zu Deinen Gefühlen, Bedürfnissen, Wahrnehmungen und Deinem eigenen Willen. Was empfidenst Du? Was tut Dir gut? Was möchtest Du, und wo liegen Deine Grenzen?

Wenn ich vom gesunden ICH spreche, meine ich die Fähigkeiten in Dir, mit denen Du für Dich sorgen, Entscheidungentreffen und Dein Leben gestalten kannst. Auch wenn Dir dieser Zugang gerade schwerfällt, darf er Schritt für Schritt wieder vertrauter werden. 

Aus dieser Verbindung kann innere Sicherheit und ein Gehalten-Sein entstehen. Du lernst, Dir mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu begegnen.

 

Wie frühere Bindungen uns prägen

In unserer Kindheit waren wir auf die Menschen angewiesen, die uns versorgt haben. Wir brauchten ihre Nähe, ihren Schutz und ihre Zuwendung. Die Beziehung zur Mutter hat dabei eine besondere Bedeutung: Ihr Blick, ihre Berührung und ihre Reaktionen prägen unsere ersten Erfahrungen mit uns selbst und der Welt. 

Auch der Blick, mit dem unsere Mutter uns begegnete, prägt den späteren Blick auf uns selbst. Vielleicht begegnen wir uns mit der selben Strenge, Ablehnung oder Ungelduld, die wir damals erfahren haben. In der Selbstbegegnung bekommt dieses Erleben Raum. Wir können wahrnehmen, wie wir heute mit uns umgehen, und einen liebevolleren Umgang mit uns entwickeln.

In meinem Ansatz speichert das Zellgedächtnis dieses tiefe spürbare Nachwirken füher Erfahrungen und der Sehnsucht nach Verbundenheit, was sich auch auf der körperlichen Ebene auswirken kann. Diese Sehnsucht kann uns bis heute begleiten. Sie zeigt sich beispielsweise darin, wie sehr wie uns nach Anerkennung sehnen oder wieviel wir tun um eine Beziehung nicht zu verlieren.

 

Ein behutsamer Einstieg in die Selbstbegegnung

In meiner Arbeit liegt der Schwerpunkt auf Deinen Kontakt zu Dir selbst und zu den verschiedenen inneren psychischen Anteilen, die sich zeigen. Dabei kann es um verletzte Gefühle gehen, ebenso um Deine (Wut-)Kraft, Deinen Willen oder Dein Bedürfnis nach Schutz. In meiner intensiven Prozessbegleitung steht nicht die detaillierte Aufdeckung traumatischer Inhalte im Vordergrund, sondern Dein Kontakt zu Deinem ICH und zu Deinen inneren Anteilen. Dieser Zugang öffnet den Raum für Selbstmitgefühl und innere Stabilisierung. Ich begleite Dich aufmerksam und zugewandt, gebe Deinem Erleben Ziet und unterstütze Dich dabei, Worte zu finden und Gefühle auszudrücken. Ergänzende Psychoedukation helfen Dir, die Schritte unserer Arbeit zu verstehen.

 

Im Hier und Jetzt Halt finden

Wenn frühere Verletzungen spürbar werden ist mir wichtig, dass Du zugleich mit Deinem heutigen, erwachsenen ICH verbunden bleibst. Du hast heute Möglichkeiten die Dir als Kind nicht zur Verfügung standen: Du kannst Grenzen setzen, Unterstützung suchen, Alternativen evaluieren und Entscheidungen treffen.

Du kannst lernen, den verletzten inneren Anteile in Dir, die von frühen Kindheitserfahrungen geprägt sind und sich noch immer nach Liebe, Sicherheit oder Orientierung sehen aus der heutigen Erwachsenenposition mit Mitgefühl zu begegnen und für diese zu sorgen. Auf diese Weise können frühkindlich erlebte Bindungstraumatisierungen nachreifen. Dabei ensteht nach und nach ein stabiler, gut abgegrenzter ICH-Raum in unserer Psyche. Dieser innere Halt ermöglicht es, sich nicht nur von ungesunden familiären Bindungen sondern auch von mehrgenerational übernommenen Fremdgefühlen zu lösen. So kann sich Schritt für Schritt ein klares, individuelles Identitätsgefühl entfalten, das im eigenen ICH verankert ist – auch wenn schwierige Gefühle auchtauchen. Was wir schauen gemeinsam darauf was Dich belastet und wo Du mehr Raum für Deine eigenen Gefühle und Entscheidungen brauchst.

Mit wachsendem und gestärktem Selbstkontakt kann es Dir leichter und klarer werden, Deine Grenzen zu erkennen, Deine Bedürfnisse auszudrücken und Beziehungen bewusster und liebevoller zu gestalten. Du kannst mit anderen verbunden sein und zugleich bei Dir in Deiner individuellen Autonomie bleiben.   

 

Wenn Du Dich in diesen Themen wiederfindest, lade ich Dich ein, Kontakt mit mir aufzunehmen.

 

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